Chronik der Freiwilligen Feuerwehr St. Lambrecht
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Einer für alle, alle für Einen!
Unter diesem Wahlspruch haben sich fünf weitschauende Bürger von St. Lambrecht, man kann ruhig annehmen, dass es die geistige Elite des Marktes war, in den ersten Monaten des Jahres 1878
zusammengetan, um eine Freiwillige Feuerwehr, zum Schutze gegen Feuersbrünste und Naturkatastrophen, zu gründen.
Es waren dies die Herren:
Dr. Hermann Koch, praktischer Arzt,
Mag. Emmerich Stehlik, Stiftsapotheker,
Christian Gragger, Ledererwirt und Fuhrunternehmer,
Filibert Gragger, Gastwirt,
Anton Knoll, Hammerwerksverweser der stiftischen Hammerwerke im Thayagraben
Ausschlaggebend für die Gründung dürfte wohl der Brand der drei Häuser im unteren Markt, im Mai 1859, sowie der Brand des Schwaighofes, im Oktober 1868, wo es so manchem Bürger und Besitzer im Markt bewusst geworden sein wird, wie ohnmächtig man einer ausbrechenden Feuersbrunst und sonstigen Naturkatastrophen gegenüberstand.
Die ausgearbeiteten Vereinsstatuten, welche das Datum 11. April 1878 trugen, wurden an diesem Tage der Bezirkshauptmannschaft Murau vorgelegt und auch genehmigt. Schon am 11.Juni 1878 konnte der Schneidermeister Leopold Oedl als das 33. Mitglied der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr aufgenommen werden. Wie aus alten Protokollen und Mitgliederlisten ersichtlich ist, schien es Ehrensache jedes Hausbesitzers zu sein, der Freiwilligen Feuerwehr anzugehören oder einen einsatzfähigen Mann zu stellen. Als erster Hauptmann führte Dr. Hermann Koch bis zum 16.Juli 1879 die neugegründete Feuerwehr. Unter ihm wurden die ersten Brandbekämpfungsmittel, 30 Ledereimer und einige Leitern angeschafft.
Dr. Koch folgte am 16.Juli 1879 der Mitbegründer und Gastwirt Filibert Gragger als Hauptmann bis zum 17. Mai 1889. In seine Zeit dürfte der Bau eines eigenen Schuppens am Westende des vorderen Stiftstraktes als erstes Rüsthaus fallen.
Am 25. März 1889 übernahm der Direktor der Dynamitfabrik Norbert Ceipek das Kommando. Direktor Ceipek gründete am 12. Jänner 1888 für die Dynamitfabrik eine Werksfeuerwehr, die er aber dem Kommando der freiwilligen Feuerwehr St. Lambrecht, Hauptmann Filibert Gragger, unterstellte. Direktor Ceipek war, soweit mündliche Überlieferungen stimmen, ein für alles Schöne und Gute begeisterter Mann. Acht Jahre bis zum 25. März 1897 leitete er die Geschicke der Feuerwehren Markt und Fabrik und dürfte in seiner Zeit die Ausrüstung mit Druckpumpen und anderem dazugehörigem Gerät fallen.
Am 25. März 1897 wurde der Kaufmann Johann Dermutz zum neuen Hauptmann gewählt und leitete bis zum 20. März 1904 die Geschickte der Wehr. Herr Johann Dermutz, der Großvater unseres Feuerwehrkameraden Diethard Dermutz, war ein weit vorausschauender Mensch, der Geist und Humor sowie Zielstrebigkeit in Person auf das Beste vereinigte. In seine Zeit fielen viele Anschaffungen, die die Wehr schlagkräftiger und beweglicher machten. Der bestehende Schuppen erwies sich als zu klein und so mussten, besonders die neueren Geräte wie die fahrbare Handruckspritze, anderwärtig untergebracht werden.
Am 20. März 1904 legte Herr Dermutz, aus beruflichen Gründen überlastet, die Hauptmannstelle in die Hand des Fleischhauermeisters, Gast- und Landwirtes Adolf Galler.
Adolf Galler, ein sparsamer und umsichtiger Geschäftsmann, setzte seinen ganzen Ehrgeiz in die Schaffung eines ordentlichen Rüsthauses in zentraler Lage, welches groß genug war, alle erforderlichen Geräte unterzubringen. Galler stellte ein Grundstück kostenlos zur Verfügung und mit vereinten Kräften konnte die Feuerwehr im Jahre 1906 in das den damaligen Verhältnissen praktisches und zweckentsprechendes neues Rüsthaus einziehen. Hauptmann Galler starb allzu früh im 45. Lebensjahr am 2. Februar 1912.
Als Nachfolge Gallers als Hauptmann trat nun der Kaufmann Johann Wulz an. In seine Hauptmannzeit fiel der Weltkrieg 1914 bis 1918 und musste er es trotz Mangel an Männern, die meisten waren eingerückt, zuwege bringen, auch in dieser harten Zeit einen Brand- und Katastrophenschutz aufrecht zu erhalten. Johann Wulz wurde im Jahre 1919 von Oswald Götzl, Gemeindesekretär, abgelöst, der der Wehr bis 1923 als Hauptmann vorstand.
Die am 18. März 1923 ausgeschriebene Jahreshauptversammlung stand unter keinem guten Zeichen. Die Freiwillige Feuerwehr St. Lambrecht stand vor der Auflösung. Dem diplomatischen Geschick des damaligen Bürgermeisters Johann Dermutz sen. gelang es, den Kaufmann Johann Wulz zur Aufnahme der Hauptmannstelle wieder zu bewegen. Mit Tatkraft und Umsicht ging Wulz daran, Ordnung in die Wehr zu bringen und in bester Zusammenarbeit gelang es, verschiedene Neuanschaffungen, darunter die Anschaffung einer leistungsfähigen, mit Pferden zu bespannenden, Motorspritze zu tätigen.
Die Spritze, eine Konstruktion und Erzeugung der Firma Rosenbauer in Linz an der Donau kostete 78 Millionen Kronen. Diese Summe aufzubringen schien fast unmöglich. Mit seinen Freunden, dem Schriftführer und Postmeister Ernst Schmidt, dem Wehrarzt Dr. Leopold Binder, dem Schneidermeister Georg Lebitsch und dem Hauptinitiator Johann Dermutz sen. wurde es möglich gemacht, diese enorme Summe aufzubringen. Abt Wilhelm Zöhrer legte hierfür den Grundstein mit einer Spende von 20 Millionen Kronen. Je 10 Millionen Kronen in zwei Jahresraten steuerte die Marktgemeindekasse bei, den Restbetrag von 38 Millionen Kronen musste die Feuerwehr in Eigeninitiative aufbringen.
Dr. Leopold Binder entfaltete sich hierbei als glänzender Organisator. Er gestaltete in unmittelbarer Nähe beim Bauer im Bach ein Waldfest, welches einen Rekorderlös brachte. Besonders erwähnenswert wäre dabei eine Schnapsbude, die der urwüchsige Schuhmachermeister Viktor Notsch als „Höller-Hansl" innehatte. Er verkaufte soviel Schnaps als Medizin, dass in St. Lambrecht alle Vorräte an Schnaps bei Kaufläuten und Gastwirten aufgebraucht waren. Mit dem Reingewinn von besagtem Waldfest und einigen Spenden von Geschäftsleuten war der Restbetrag von 38 Millionen Kronen sichergestellt und konnte die Motorspritze, welche die erste ihrer Art im ganzen Bezirk Murau war, bestellt werden. Zu diesem Waldfest müsste noch erwähnt werden, dass sich Viktor Notsch sosehr in die Rolle des „Höller Hansl" (damals sehr bekannt als Wunderdoktor im Stainzergebiet) versetzte, dass er, weil er ja seine, den Patienten verordnete Medizin auch verkosten musste, in den hinten vorbeifließenden Bach fiel, der zum Glück kein Hochwasser führte. Viktor Notsch wurde von vielen hilfreichenden Händen gerettet, wobei sich noch mehrere Retter nasse Füße geholt haben und dies dann wieder mit Alkohol bekämpften.
Am 13. Juni 1924 fuhren die Herren Hauptmann Johann Wulz, Georg Lebitsch und Maschinenmeister der Dynamitfabrik Wenzel Pehar nach Linz, um die neue Motorspritze zu übernehmen. Per Bahn wurde sie nach St. Lambrecht Bahnhof gebracht, dort mit zwei stattlichen Stiftspferden bespannt und auf ging´s nach St. Lambrecht. Beim „Roten Kreutz" wurde die Spritze samt seinen drei Maschinisten Johann Walcher, Johann Dermutz und Johann Wulz mit Musik empfangen und durch das Spalier der Bevölkerung in den Markt geleitet.
Am 3. August 1924 fand die feierliche Weihe der Motorspritze durch Sr. Gnaden Abt Wilhelm Zöhrer, den großen Förderer der Wehr, statt. Die Gastwirtin Maria Fejan und die Bäuerin Maria Wallner vlg. Lerchner i.T. waren die Patinnen. Weihe und das nachfolgende Waldfest, an dem viele auswärtige Feuerwehren teilnahmen, wurde wieder vom Wehrarzt Dr. Leopold Binder so fabelhaft geplant und organisiert, dass es ein richtiges Fest unseres ganzen Tales von Teufenbach bis Murau wurde.
Die Feuertaufe erhielt die Motorspritze schon bald darauf bei einem Brand eines Bauernhofes in Mariahof.
Hauptmann Johann Wulz leitete die Geschickte der Wehr bis zum 18. März 1928. Wegen privater Arbeitsüberlastung übergab er die Hauptmannstelle am 18. März 1928 wieder an Oswald Götzl.
Am 19. März 1932 wurde in der Hauptversammlung der Rauchfangkehrermeister Simon Pirer zum Hauptmann gewählt. Simon Pirer hatte es nicht leicht, denn der wirtschaftliche Niedergang der dreißiger Jahre wirkte sich auf jegliche Vereinstätigkeit nachteilig aus.
Simon Pirer legte daher die Hauptmannstelle zurück und es wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung, am 13. Jänner 1935 der erst dreißigjährige bisherige Maschinist Hans Walcher zum neuen Hauptmann gewählt.
Hans Walcher verstand es in seiner liebenswerten Art, viel Neues in der Wehr zu schaffen. In seine Zeit fällt die Anschaffung von zwei Tragkraftspritzen, welche die Wehr beweglicher und schlagkräftiger machte. Seiner Umsicht und guten Art war es auch zu danken, dass die Feuerwehr auch in den Jahren des zweiten Weltkrieges 1939 bis 1945 unter Einbeziehung von jungen Mädchen immer einsatzbereit blieb.
Am 3. Juni 1945 wurde Hans Walcher, weil er Mitglied der ehemaligen NSDAP war, auf höheren Befehl als Hauptmann abgesetzt.
Zu seinem Nachfolger wurde der langjährige Feuerwehrkamerad Martin Klingsbichl bestellt. Martin Klingsbichl war seit seiner Wagenlehre immer bei der Feuerwehr und kannte alle Tätigkeiten von der Picke auf. Mit Feuereifer machte er sich an seine Aufgaben als Wehrhauptmann.
War man vor dem zweiten Weltkrieg, wo kaum ein Autoverkehr auf der beim Rüsthaus vorbeiführenden Marktstrasse war, noch stolz auf das Rüsthaus, traten nunmehr Nachteile, dass Geräte und Ausrüstung ständig total verstaubt waren, als untragbar zutage, da die Marktstrasse noch eine unasphaltierte Staubstrasse war. Auch der Bauzustand bedurfte dringend einer Renovierung. Jakob Lebitsch, ein weitschauender und sparsamst wirtschaftender Bürgermeister und selbst langjähriger Feuerwehrmann, verstand die Sorgen der Feuerwehr nur zu gut.
In bester Zusammenarbeit mit seinem Kassier und Feuerwehrausschussmitglied Florian Krainz wurden Gespräche über einen Rüsthausbau, der den Anforderungen der Wehr Rechnung trägt, mit der Wehrleitung begonnen. Trotz der schlechten finanziellen Lage der Gemeinde aufgrund der bestehenden Steuergesetzgebung ( die Gewerbesteuer der Dynamitfabrik heimste noch die Stadt Wien ein), konnte Bürgermeister Jakob Lebitsch Geldmittel für einen Rüsthausbau sichern. Der Baugrund wurde von Abt Wilhelm Blaindorfer zu einem relativ günstigen Preis beigestellt und so konnte Bürgermeister Jakob Lebitsch im Jahre 1948 dem Gemeinderat einen Bauplan, welcher mit Hauptmann Martin Klingsbichl eingehendst abgesprochen wurde, zur Genehmigung vorlegen. Dem Bauvorhaben wurde vom Gemeinderat einstimmig Zustimmung erteilt.
Wie schon erwähnt, war die finanzielle Lage der Gemeinde nicht rosig, daher galt die Devise, soviel als möglich Eigenmittel in Form von Arbeit und Sachspenden, aufzubringen.
139 Festmeter Holz waren laut Holzauszug für den Bau notwendig, diese Holzmenge wurde auf Ersuchen von den Mitgliedern der Schönangerwaldgenossenschaft kostenlos überlassen. Die Erdarbeiten und Sandzufuhr wurden in unbezahlten und freiwilligen Arbeitsstunden von den Feuerwehrkameraden unter der umsichtigen Leitung des Wehrhauptmannes Martin Klingsbichl geleistet, und von einigen Bauern der Gemeinde wurde die Holzzubringung zum Teil kostenlos erbracht. So entstand ein einmaliges Gemeinschaftswerk und konnte das neue Rüsthaus am 13. August 1950 von Hochwürdigem Herrn Abt Wilhelm Blaindorfer geweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.
Am 1. August 1953 legte Martin Klingsbichl die Hauptmannstelle wieder zurück in die Hände des früheren Hauptmannes Johann Walcher.
Johann Walcher, welcher die folgenden 9 Jahre der Wehr wieder vorstand, legte den Grundstein für die Motorisierung der Wehr. Vorerst wurde ein umgebauter Wehrmachtsjeep, am 1. Juli 1958 aber ein nagelneuer Einsatzwagen Marke „Opel Blitz", welcher noch heute in der Wehr anzutreffen ist, angeschafft. Die Patinnen für dieses erste neue Feuerwehrfahrzeug Frau Maria Dermutz und Frau Philomena Leitner, vlg. Paulegger, waren sehr stolz, für dieses Amt ausgewählt zu werden.
Am 17. März 1962 übergab Johann Walcher das Kommando in jüngere Hände. Roman Steinbrucker der Jüngere leitete bis 14. März 1964 die Geschicke der Wehr. Sein Nachfolger war vom 14. März 1964 bis 11. Juni 1965 der bisherige Zeugwart und Brandmeister Hermann Klingsbichl, in dessen Kommandozeit die Anschaffung des Geländefahrzeuges „Landrover" am 19. Jänner 1965 fällt.
Am 11. Juni 1965 wurde in einer außerordentlichen Vollversammlung der Schuhmachermeister Hermann Neumann zum neuen Hauptmann gewählt. Von Kamerad Hermann Neumann konnte man sagen, dass er bestrebt war, der Wehr sein ganzes umfangreiches Können zur Verfügung zu stellen. Schlechter Übungsbesuch und andere ungute Dinge zwangen ihn, die Hauptmannstelle zurückzulegen.
In der außerordentlichen Jahreshauptversammlung vom 14. April 1967 schien es fast unmöglich, einen neuen Mann, der die Hauptmannstelle in der Wehr übernahm, zu finden. Auf Vorschlag der jüngeren Kameraden erklärte sich Kamerad Karl Brunnhofer bereit, die Hauptmannstelle zu übernehmen. Ein Sprichwort sagt:" Ein neuer Besen kehrt gut!" Mit Karl Brunnhofer stellte sich ein unverbrauchter und tatvoller junger Kamerad an die Spitze der Wehr. In seine Zeit fällt der Ankauf eines gebrauchten VW-Busses als Mannschaftswagen, den er um einen Schilling erstand und der Wehr schenkte, weiters die Ausrüstung mit Funkgeräten nach neuestem Stand, die Anschaffung von Atemschutzgeräten und sonstigen damals modernen Ausrüstungsgeräten. Durch seine Initiative wurden freundschaftliche Bande mit der Freiwilligen Feuerwehr Lage im Lipperland aufgenommen, mit der uns nun eine schöne Freundschaft verbindet, die uns durch Besuch und Gegenbesuch schon viele schöne Stunden und Tage gebracht hat. Der erste große Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Lage erfolgte zu Floriani 1972, wo viele Kameraden aus Lage mit Frauen bei uns zu Gast waren. Am 27. April 1973 starteten 26 Kameraden unserer Wehr mit ihren Frauen zum Gegenbesuch nach Lage zur Hundertjahrfeier, der für die Teilnehmer ob des Gebotenen unvergesslich bleiben wird.
In der Folge waren bei unserer alljährlichen Florianifeier immer Kameraden aus Lage bei uns und die Uniform der deutschen Kameraden gehört zum Gesamtbild unserer Wehr.
Die Krönung Karl Brunnhofer´s Tätigkeit dürfte die Anschaffung eines neuen VW-Mannschaftstransporters mit verschiedenen Ein- und Aufbauten sein, dessen Kaufpreis aus privaten Spenden, sowie aus Erlösen von Waldfest und Maskenball aufgebracht wurden.
Am 12. April 1985 übernahm Willibald Groicher das Kommando der Wehr. Willibald Groicher ging sofort daran, seine Ideen, neuer Kameradschaftsraum, Tanklöschwagen und Ausweitung der Jugendfeuerwehr (die erste des Bezirkes) zu verwirklichen. In seiner kurzen Zeit als Kommandant hat er sicherlich bewiesen, dass er auch in der Lage ist, durch seine Einsatzbereitschaft seine Ideen zu verwirklichen und auch andere Kameraden dazu zu motivieren, an diesen mitzuarbeiten.
Am 12. April 1985 wurde, gleichzeitig mit der Ernennung von Willibald Groicher zum Kommandanten, auch der Kamerad Otto Pirer zum Kommandantenstellvertreter gewählt. Am 14. Mai 1994 wurde Otto Pirer mit großer Mehrheit zum Kommandanten gewählt und ihm sind auch die Anschaffung des Mercedes KLF-A und des neuen VW-Mannschaftstransportfahrzeuges sowie vieles neues Einsatzgerätes zu verdanken.
Am 27. November 1999 wurde unsere Feuerwehr auch im Bezirk Murau maßstäblich wichtig, in dem Kommandant Otto Pirer zum Abschnittskommandanten ernannt und mit dem Kommando der F u B Einheit des Bezirkes beauftragt wurde. Im Jänner 2000 wurde er bei der Jahreshauptversammlung als Kommandant bestätigt.
Am Donnerstag, dem 27. Juli 2000 stand ganz St. Lambrecht unter Schock, als sich die Nachricht vom Tod unseres über alles geschätzten Kommandanten verbreitete. Hunderte Feuerwehrkameraden aus dem Bezirk Murau, Kärnten, Deutschland, Slowenien, Südtirol und Ungarn geleiteten ihn zu seiner letzten Ruhestätte.
Peter Steiner, der bisherige Kommandantenstellvertreter übernahm die Führung der Wehr und wurde bei der Außerordentlichen Jahreshauptversammlung als Kommandant gewählt. An seiner Seite Kommandantenstellvertreter Udo Job.
In dieser Zeit, 2000 bis 2005 wurden zwei „neue" Fahrzeuge angeschafft. Dies waren ein TLF 4000, übernommen von der Betriebsfeuerwehr DNW, und ein Kommandofahrzeug, ein Renault Espace, der den bisherigen Renault LKW ersetzte.
Berufliche Gründe versagten es Kommandantenstellvertreter Udo Job, seine Aufgabe in der Wehr weiterzuführen und trat bei der Jahreshauptversammlung am 19. März 2005 zurück. Kommandant Peter Steiner wurde bestätigt und an seiner Seite Elmar Seidl zum Kommandantenstellvertreter gewählt.
Im Jahre 2005 wurde es nach 17 Jahren notwendig den Mannschaftsraum zu renovieren. Unter der Mithilfe einiger Kameraden wurden alle notwendigen Reperaturmaßnahmen vorgenommen und auf neuesten Standart in trendigem Design gebracht.
Im Jänner 2006 wurde der Renault Espace gegen einen Puch G, erworben von der Freiwilligen Feuerwehr Laab im Wald, ausgetauscht und zur Florianifeier von Pfarrer Pater Stefan geweiht.
Seit April 2006 agiert der Kommandantstellvertreter Elmar Seidl in Bezirksebene als Abschnittsbrandinspektor und somit als Kommandant des Abschnitts 1 - Neumarkt.
Leider mussten wir im Mai 2006 von zwei Kammeraden Abschied nehmen, die allzufrüh verstorben sind. Gerhard Spreitzer wurde nur 55 Jahre alt und Walter Gusterer stürzte mit 41 Jahren im Stiegenhaus zu seiner Wohnung im Rüsthaus und starb einen Tag später im Krankenhaus.
Durch den Bau des Lambrechterhofes wurden zwei alte Garagen des Benediktinerstiftes „geschliffen“, die uns als Abstellplatz für Geräte und Fahrzeuge dienten. Den Platz für die Gerätschaften brauchten wir allerdings und so wurde mit der Marktgemeinde über einen Zu- Neu- oder Umbau gesprochen. Eine Lösung wurde gefunden und das alte Gebäude der Kühl- und Gefriergemeinschaft gegenüber des Rüsthauses umgebaut. So wurde Platz für ein großes und ein keines Feuerwehrfahrzeug, sowie für die gesamten Gerätschaften geschaffen und konnte 2009 von der Marktgemeinde übernommen werden.
Freiwillige Feuerwehr
St.Lambrecht 122

